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Klage gegen Credit Suisse Deutschland wegen Fehlberatung bezüglich Lehman Zertifikat Order erfolgreich

München - LG Frankfurt am Main: Credit Suisse muss wegen Falschberatung bei Lehman-Zertifikat einer niederbayerischen Kommune Schadensersatz leisten.

Die beklagte Bank hatte der Kommune, eine Lehman Pendulum Note zum Zwecke der Rücklagensicherung empfohlen. Die Kommune hatte einen insgesamt anzulegenden Betrag von € 1.000.000,00, der zur Rücklagenbildung mittel- bis langfristig möglichst mit hoher Verzinsung investiert werden sollte. Die Kommune stellte gegenüber der Credit Suisse Deutschland klar, dass sie keine Geldanlage tätigen darf, mit welcher Risiken eingegangen werden. Als Kommune darf sie nur in Produkte mit Kapitalschutz investieren.

Zu diesem Zweck wurde mit der Bank ein Vermögensberatungsauftrag vereinbart. Für die Ausführung dieses Vermögensberatungsauftrags erhielt die Credit Suisse eine Vergütung von 0,80 % pro Jahr, mithin jährlich € 8.000,00.

Auf Grundlage dieses Beratungsvertrages wurde der Kommune unter anderem der Kauf einer dreijährigen, 2,5%igen Pendulum Note der Lehman Brothers als Emittenten über € 500.000,00 geraten. Dieser Note lag ein globales Portfolio von zwanzig gleichgewichtigen Aktien zugrunde.

Die Kommune konnte in der von unserer Kanzlei geführten Klage nachweisen, dass die Credit Swiss Deutschland die Kommune fehlberaten hatte. Es konnte insbesondere nachgewiesen werden, dass die Bank von der Emittenten eine weitere Vergütung erhalten hatte, die sie ihrer Kundin gegenüber nicht offen legte.

Das Urteil ist rechtskräftig.  Die Kommune hat so ihren Schaden von € 500.000,00 zuzüglich einer Verzinsung von 4% bis Klageerhebung und danach von 5% über Basiszinssatz ersetzt erhalten.

Ansprechpartner sind die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair und Stefan Forster.