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Hypo Real Estate - mit Schwung ins Verderben

Seit Übernahme der DEPFA praktisch nicht mehr überlebensfähig  - Schadenersatzansprüche für Aktionäre, die ihre Papiere nach Oktober 2007 erworben haben - falsche oder unterlassene ad hoc Mitteilungen - noch in der Hauptversammlung im Mai 2008 falsche Angaben des Bahnvorstands Georg Funke zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens

 

München, 18.06.2009; Langsam kommt die Wahrheit ans Licht. Spätestens mit dem Erwerb der DEPFA war das Schicksal der Hypo Real Estate (HRE) nicht nur besiegelt: Die Verantwortlichen, insbesondere der Vorstandsvorsitzende Georg Funke, wussten dies auch. Das war am 2. Oktober 2007. Und spätestens im Frühjahr des Jahres 2008 war es auch der BaFin klar. Das hielt Georg Funke allerdings nicht davon ab, noch in der Hauptversammlung vom 27. Mai 2008 nicht nur eine - wenn auch gekürzte - Dividende vorzuschlagen, sondern die prekäre Situation der Bank mit keinem Wort zu erwähnen.

 

Dabei war die Bank schon im Januar 2008 durch die BaFin verpflichtet worden, der Behörde und im Bundestag über ihre Liquiditätslage zu berichten. Im Februar wurde die Bundesbank mit der Prüfung des Geldhauses beauftragt. Am 18. Februar 2008 begann eine Sonderprüfung. Dabei wurden erhebliche Defizite festgestellt. Die Prüfer mussten häufig mehrfach rückfragen, personelle Engpässe taten sich auf. Um später festzustellen: Die Banker waren demnach nicht in der Lage, alle wesentlichen Risiken am Markt zu erkennen. Der tägliche Liquiditätsreport hätte "nicht alle relevanten Zu- und Abflüsse" umfasst. Und die Tochter DEPFA ermittelte gar den Marktwert des größten Teils der Wertpapiere und Schuldscheindarlehen nur quartalsweise. Die HRE war zwischenzeitlich zur täglichen Mitteilung ihrer Liquiditätslage an die Bankenaufsicht verpflichtet worden.

 

All das hätte wohl auch einem verantwortlichen Management die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Für Georg Funke und seine Kollegen vom Vorstand der HRE war dies noch nicht einmal Anlass zu einer Erwähnung in der Hauptversammlung. Man kann so etwas auch bewusste Täuschung der Aktionäre und Anleger nennen. Zwischenzeitlich hat sich der ehemalige Risiko-Kontroller Stéphane Wolter einem Interview der SPIEGEL ONLINE gestellt. Wörtliches Zitat:

 

"Mit dem Kauf der DEPFA war das Umfallen der HRE programmiert. Die Welle an kurzfristigen Verbindlichkeiten war schon beim Erwerb der irischen Tochter so stark, dass man nur noch beten konnte: Hoffentlich trocknet der Geldmarkt für die DEPFA nicht aus!"

 

Weiter führt er aus, dass die Übernahme des irischen Finanzjongleurs hauptsächlich deshalb erfolgte, um eine drohende Übernahme der HRE zu verhindern. Ein stringendes Agieren zum Wohle der Aktionäre sieht anders aus. Offensichtlich ist, dass die Verpflichtung zur ad hoc-Publizität massiv verletzt wurde. Anleger, die ihre Papiere nach dem 2. Oktober 2007 erworben haben, dürften schon allein vor diesem Hintergrund sehr gute Chancen haben, Schadenersatzansprüche gegen das Bankhaus durchzusetzen.

 

Dies dürfte für viele auch die einzige Möglichkeit sein, noch etwas von Ihrem Einssatz zu sehen. In der turbulenten Hauptversammlung vom 2. Juni diesen Jahres hat sich der Finanzmarktstabilisierungfonds Soffin eine 90 % - Mehrheit gesichert. Das Ziel ist klar: Die verbleibenden Aktionäre sollen aus dem Unternehmen gedrängt werden. Die dabei zu zahlende Barabfindung dürfte in der Größenordnung des Übernahmeangebots von € 1,39 pro Aktie liegen. Und der Aktienkurs der Bank ist dauerhaft im Keller: Von etwa € 40,-- im Herbst 2007 sind gerade einmal etwa 3,8% übrig.

 

Erste Klagen sollen beim Landgericht München I schon vorliegen. Wir bleiben für Sie am Ball.