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Hypo Real Estate - Was bringt das Musterverfahren?

Erleichterung der Darlegung klagebegründender Umstände - bessere Kalkulierbarkeit - Warnung vor dem Kostenrisiko

 

München, 07.08.2009; Die juristische Aufarbeitung der HRE-Affäre beginnt. Sie läuft auf ein Kapitalanlage-Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht München zu. Der speziell hierfür gebildete Senat unter dem Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Kotschy wird sich voraussichtlich im kommenden Jahr im Rahmen einer so genannten Kapitalanlage - Musterverfahren mit den hier maßgeblichen Sach- und Rechtsfragen auseinandersetzen. Davon gibt es einige:

- Ab wann wusste der Vorstand der HRE von welchen Problemen?

- Hat man - insbesondere beim Erwerb der Depfa - die nötige Sorgfalt walten lassen?

- Ist die ad hoc Mitteilung vom 11.07.2007 aus damaliger Sicht richtig oder falsch?

- Sind Presseerklärungen in bestimmten Fällen ad hoc Mitteilungen gleichzusetzen?

- Wie hoch ist der zu ersetzende Kursschaden?

Alle diese Fragen, die für alle Betroffenen relevant sind, werden in einem aufwändigen und umfangreichen Musterverfahren geklärt, bei dem auch die Anlegerseite mit entsprechendem Aufwand agieren kann. Schließlich dürfte die Musterklage wohl diejenige des Kirchentellinsfurter Rechtsanwalts Andreas Tilp sein, der derzeit 320 Millionen EUR geltend macht. Allerdings ließ er bereits in der mündlichen Verhandlung anklingen, dass daraus gut und gerne noch wesentlich mehr werden könnte. 

Für diejenigen, die häufig nur um vergleichsweise kleine Beträge geschädigt sind, bedeutet dies, dass so etwas wie "Waffengleichheit" zwischen Klage und Beklagtenseite geschaffen wird. Sie können sich einem derartigen Musterverfahren anschließen und auch die dortigen Erkenntnisse für sich nutzen. Allerdings bleibt es bei Ihnen, die grundsätzlichen Voraussetzungen des Anspruches, wie dem Zeitpunkt des Aktienerwerbs und die konkrete Anspruchshöhe unter Berücksichtigung etwaiger Veräußerungen darzulegen. Auch wird im Individualverfahren geklärt, ob ein Anspruch verjährt ist oder nicht.

Im Übrigen gilt: Scheitert das Musterverfahren, scheitern auch die Einzelklagen. In jedem einzelnen Fall muss Klage erhoben werden, die nach Eingang unverzüglich ausgesetzt wird, bis der Musterentscheid vorliegt. Danach kann man zumeist sehr gut beurteilen, ob der Anspruch von Erfolg gekrönt sein wird oder nicht. Gleichwohl sollte man gerade in diesem Fall ein nicht unerhebliches Kostenrisiko berücksichtigen, da die Hypo Real Estate vermutlich in jedem Einzelfall dem gesamten Altvorstand den Streit verkünden wird. Unterliegt man, muss man ggf. auch deren Kosten erstatten.

Im Falle des Eintretens einer Rechtsschutzversicherung wäre man auch hiervor gefeit. Wir beurteilen die Chancen im Übrigen durchaus günstig. Dies auch vor dem Hintergrund der diversen Sonderprüfungsanträge, die derzeit Gegenstand der am 13.08.2009 anstehenden Hauptversammlung sind.

Gerne unterstützen wir Sie in dieser Sache. Wir bleiben für Sie am Ball.